Agrarwirtschaft – zur Lebenserhaltung unabdingbar
Für uns heute wäre ein Leben ohne Landwirtschaft kaum denkbar. Egal was wir essen, kaum etwas können wir davon selbst produzieren und benötigen dazu die Landwirtschaft. Denn sie stellt zielgerichtet tierische und pflanzliche Produkte her. Diese bilden die Lebensmittel, die heute in den Supermärkten zu kaufen sind, entweder in der direkten Form, wie zum Beispiel Obst, oder weiterverarbeitet, zum Beispiel als Brot. Landwirtschaft ist auch unter dem Begriff Agrarwirtschaft bekannt.
Bedeutung des Begrifffes
Als Oberbegriffe der Agrarwirtschaft werden die Tierhaltung und der Pflanzenbau genannt. Diese zwei Begriffe umfassen eine große Menge an Tätigkeitsfeldern. Wer sich den Pflanzenbau näher anschaut, findet dabei weitere Aufteilungen, wie zum Beispiel den Ackerbau, den Gartenbau und den Dauerkulturbau. Die Tierhaltung umfasst die Zucht und die Haltung der unterschiedlichsten Arten von Nutztieren. Zusätzlich zu diesen grundlegenden Bereichen der Landwirtschaft zählen auch die gärtnerische Gestaltung und die Jagd. Da die Landwirtschaft, egal in welchem Bereich, großes Wissen erfordert, werden spezielle Studiengänge für Agrarwirtschaft an der Universität angeboten. Hierbei wird grundlegendes Wissen über die einzelnen Bereiche vermittelt. Auch im Bereich der wissenschaftlichen Erkenntnisse und Forschungen wird hierbei Wissen vermittelt. Neben dem Theorieunterricht werden auch viele praktische Erfahrungen mitgegeben. Das Studium umfasst sieben Semester und am Ende wird die Auszeichnung des Bachelor of Sciences verliehen. Damit rückt der meist als einfacher Beruf Bauer bezeichnete Berufsstand in ein ganz anderes Licht. Denn die Ausübung erfordert eine Menge Wissen.
Geschichte der Agrarwirtschaft
Die Geschichte der Agrarwirtschaft geht schon viele 1000 Jahre zurück. Schnell wurde sie zum Nutzen der Menschen eingesetzt und weiterentwickelt. Zu diesen Weiterentwicklungen gehörten Geräte, die die Arbeit erleichterten, wie zum Beispiel Anfangs der Pflug und später Sämaschinen. Dadurch wurden große Ertragssteigerungen erzielt und das Bewirtschaften größerer Gelände einfacher und schneller gemacht. Weitere Forschungen in Bezug auf die Düngung und die Züchtung neuer Pflanzen- und Tiersorten brachten ebenso einen großen Fortschritt mit sich. Neuere Entwicklungen in dem Bereich der Gentechnik finden nicht nur Zuspruch, da die Folgen eines solchen Eingriffes in die Natur nicht absehbar sind.
Einbrüche durch Umweltkatastrophen
Leider ist die Landwirtschaft den immer mehr zunehmenden Unwetterkatastrophen und dem nicht beständigen Wetter sehr unterworfen. Kälte oder Hitze zur falschen Zeit können eine ganze Ernte beeinflussen und sogar ganz zunichte machen. Ebenfalls kann durch Stürme oder Hochwasser ganze Ernten vernichtet werden. Dies bringt enorme finanzielle Einbußen in der Agrarwirtschaft und macht so manchem Landwirt schwer zu schaffen. Gut ist es daher sich auf mehrere Gebiete der Landwirtschaft zu stützen und so Verluste in einem Bereich eventuell abzufangen. Es existiert kaum ein Land auf der Welt, welches gar keine Landwirtschaft betreibt. Die Agrarwirtschaft dient der Nahrungsmittelsicherung auf der ganzen Welt. Wird nachhaltig mit dem Ackerland umgegangen kann der Boden auf lange Zeit effektiv genutzt werden. Grade in ärmeren Ländern gibt es leider in der Landwirtschaft eine große Ausbeutung der Menschen wie auch der Natur. Das Roden von Wäldern wird durchgeführt um dadurch Ackerboden zu gewinnen. Leider ist dieser Boden nur wenige Zeit nutzbar und liegt am Ende brach. Wie auch immer die Landwirtschaft betrieben wird, schafft sie Lebensmittel für die ganze Welt, ohne die kaum Leben möglich wäre. Daher wird der Beruf des Landwirtes nie aussterben, sonder eine immer höhere Wichtigkeit einnehmen.