Die vielfältigen Aufgaben der Agrarpolitik

Okt 04, 10 Die vielfältigen Aufgaben der Agrarpolitik

Die Menschen werden im Allgemeinen von der Politik bestimmt. Egal in welcher Form, nimmt sie einen großen Einfluss auf unser Leben. Jeder Bereich ist von Gesetzen und Bestimmungen geprägt, die meist von der Politik ausgearbeitet wurden. In der Landwirtschaft wird diese Agrarpolitik genannt. Auf verschiedene Bereiche in der Landwirtschaft nimmt die Agrarpolitik Einfluss. Die hauptsächlichen Ziele bestehen in der Schaffung stabiler Preise sowohl im Verkauf wie auch im Einkauf, in der Weiterentwicklung der Landwirtschaft und in der Sicherung des Einkommens von Mitarbeitern in der Landwirtschaft. Nach dem Krieg es bei der Agrarpolitik hauptsächlich um die Versorgung mit Lebensmitteln. Doch sieht sich diese Politik im Laufe der Zeit verschiedenen Wandlungen unterworfen und muss sich entsprechend anpassen. Aus diesem Grund gibt es immer wieder neue Reformen, bei denen neue Beschlüsse gemacht werden.

Die Ziele der Agrarpolitik

Die Agrarpolitik verfolgt verschiedene Ziele, hierzu zählt unter anderem die Preispolitik. Kurz gesagt, sorgt sie dafür, dass die Preise für landwirtschaftliche Produkte, weder zu hoch noch zu tief sind. Dies wird durch festgelegte Preise erreicht. Erreicht wird dies indem Produkte die es im Überschuss gibt aufgekauft und eingelagert werden. Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn wenig des Produktes zum Verkauf angeboten wird, können die eingelagerten Waren wieder auf den Markt gestellt werden und so eine gleichmäßiges Warenangebot geschafft werden. Dies bringt einen Nutzen für den Verbraucher wie auch für die Landwirte selber, da die Preise verlässlicher sind. Durch die gemeinsame europäische Agrarpolitik bezieht es sich auf den gesamten Markt in Europa.

Die Agrarstrukturpolitik

Des Weiteren gibt es die Agrarstrukturpolitik, die sich mit den Änderungen der Produktion in der Landwirtschaft befasst. Durch die immer besser werdenden Möglichkeiten, entweder durch die Weiterentwicklung der Geräte oder durch die Verbesserung der Pflanzen, werden auch mehr Arbeitskräfte eingespart. Um soziale Schwierigkeiten durch diese Veränderung aufzufangen, versucht die Agrarpolitik hier Möglichkeiten des Ausgleiches zu schaffen. Dies kann durch Fördergelder oder Subventionen erreicht werden. Dazu gehört es auch die Landwirte im sozialen Bereich abzusichern. Denn gerade die soziale Absicherung ist sonst für Landwirte und ihre ganze Familie schwer zu machen. Ein besonderes System, genau zu diesem Zweck, wird vom Bund bezuschusst und bildet genau diese Absicherung.

Nachteile der Agrarpolitik

Viele weitere gute Dinge bringt diese Agrarpolitik mit sich. Jedoch wirft auch jede Sonnenseite ihre Schatten. Da den Betrieben keine direkten Zuschüsse oder Ähnliches gezahlt werden, sondern nur die Produkte subventioniert werden, sind kleinere landwirtschaftliche Betriebe eher benachteiligt, im Gegensatz zu ganzen Agrarfabriken. Aufgrund dessen ersetzen immer mehr Großbetriebe die Kleinbauern, was von vielen kritisch, in Bezug auf die Tierhaltung und den Anbau, gesehen wird. Auch für die ärmeren Länder der Dritten Welt, hat die Agrarpolitik meist negative Folgen. Die dort produzierten Produkte, können durch viele Bestimmungen nur schwer an den europäischen Markt gelangen. Auf der anderen Seite werden subventionierte Waren dort günstiger verkauft, bei denen der einheimische Handel nicht mithalten kann. Dieses globale Zusammenspiel der Agrarpolitik wird kaum vollständig möglich sein. Und so zieht der eine seine Vorteile und der andere muss entsprechende Benachteiligungen hinnehmen. Eine einheitliche Lösung ist oft nur sehr schwierig zu finden oder gar nicht möglich. So profitieren die Reichen weiterhin und die Armen müssen weiter ums Überleben kämpfen.

Ähnliche Berichte:

Einen Kommentar schreiben