Rotweinanbaugebiete in Deutschland

Sep 14, 11 Rotweinanbaugebiete in Deutschland

Rotwein aus Deutschland genießt einen ausgezeichneten Ruf. Die Erzeugung eines hochwertigen Weines ist in den Anbaugebieten auf deutschem Boden auf Klasse und nicht auf Masse ausgerichtet. Die Qualität überzeugt Kenner aus aller Welt, Weine aus Deutschland zählen zu den Spitzenweinen der Welt. In der Pfalz, im Weinbaugebiet Ahr und in Rheinhessen wachsen herrliche Rotweine heran, aber auch in Baden, im Rheingau und in Württemberg sind die Trauben der dunklen Rebsorten zu finden.
Die Sorten Spätburgunder und Blauer Portugieser

Besonders häufig werden die Sorten Spätburgunder und Blauer Portugieser hergestellt, die beiden Weine geben für ein hochwertiges Ergebnis die besten Voraussetzungen. Die Rebe des Spätburgunders steht als Edelrebe für die Erzeugung sehr hochwertiger Weine, die tanninreich und gehaltvoll sind. Ein guter Körper und die herrliche intensiv rote Farbe überzeugen Kenner und können den Spitzenweinen aus den besten Anbaugebieten Frankreichs Konkurrenz machen. Von internationaler Bedeutung sind die Sorten heller Trollinger, Dornfelder und die Müllerrebe. In guten Jahren lässt sich aus den bekannten Sorten ein Spitzenwein erzeugen, der seinesgleichen sucht. Da die Mengen überschaubar sind, die man jährlich erzeugt, kann ein Verkauf oft nur direkt vom Winzer erwartet werden. Die raren Qualitätsweine bieten so einen unverwechselbaren und kostbaren Genuss. Viele dieser Weine bekommen den Titel “Qualitätswein” mit dem deutschen Qualitätssiegel.

Frische Trollinger aus Württemberg

Eine in Württemberg oft angebaute Rebsorte ist die Sorte Trollinger, ein oft zum Verschnitt mit anderen Weinen genutzter Wein. Ohne eine lange Lagerzeit ist der Trollinger ein guter Tafelwein mit einer frischen und fruchtigen Note. Am Rhein und im Neckartal wächst die Rebsorte, die eine lange Tradition kennt. Rubinrot funkelt der leckere Tropfen im Glas, als hell gekelterter Weißherbst zeigt er allerdings eine schöne lachsfarbene Tönung.

Dornfelder als Modesorte

Erst im Jahre 1955 entstand die Sorte Dornfelder, eine Kreuzung aus zwei bekannten Rebsorten, der Heroldrebe und der Helfensteiner Rebe, wurde eine Modesorte gekeltert, die bis heute nichts von ihrer großen Beliebtheit verloren hat. In Weinsberg konnte die neue Sorte gezüchtet werden, die nun in Deutschland an vielen Weinbauorten wächst.

Die Heroldrebe für feinen Roséwein

Die Heroldrebe wird nur an wenigen Orten in Deutschland angebaut. Aus ihren Trauben lassen sich die köstlichsten Roséweine Deutschlands keltern. Im Jahr 1929 züchtete August Herold die neue Sorte, die aus dem Lemberger und dem Blauen Portugieser gekreuzt wurde. Ein leichter und fruchtiger Roséwein wird aus der Traube gekeltert, mit einem Geschmack, der mild und süffig Weinkenner begeistert.

Blauer Portugieser hat in Deutschland Tradition

Bereits im 18.Jahrhundert wurden aus Portugal die ersten Weinstöcke nach Deutschland gebracht. Hier erlebte die Sorte Blauer Portugieser einen durchschlagenden Erfolg. Ein hoher Ertrag und der vielfältige Einsatz der Rebe machten sie zu einer beliebten Weinsorte in Deutschland. Ob als Rotwein gekeltert oder als Weißherbst, der Blaue Portugieser ist vom Geschmack und von der Farbe eine überzeugende Wahl. Rubinrot oder hellrot, die Leuchtkraft der fruchtigen und milden Weine wirkt im Glas appetitlich und ansprechend. Zu herzhaften Fleischgerichten, vor allem zu Wildbret, passt der vollmundige Rotwein gut, der zarte Weißherbst kann zu Vorspeisen, Fisch und mildem Käse überzeugen, die ideale Begleitung für jedes Essen

Foto: Piotr Sikora – Fotolia

Ähnliche Berichte:

Einen Kommentar schreiben