Das Wachstum von Liguster-Hecken
Eine gepflegte Hecke ist schön, neben der Optik erfüllt sie zusätzlich wichtige Aufgaben bei der Garten- und Grundstücksgestaltung. Ob als Abgrenzung oder Sichtschutz, sie ist als Gestaltungselement aus der Landschaft nicht wegzudenken.
Liguster – die wahrscheinlich beliebteste Laubheckenpflanze
Gerade Laubhecken bieten einen wertvollen Lebensraum für verschiedene Tiere. Im Gegensatz zu Nadelhecken wachsen sie etwas langsamer und müssen weniger oft geschnitten werden. Der Verschnitt kann nach dem Zerkleinern ganz bequem auf dem Kompost entsorgt werden. Die bekannteste und beliebteste Laubheckenpflanze ist der Liguster. Seine Popularität hat er zum großen Teil der Tatsache zu verdanken, dass er im Winter einen Teil seiner Blätter behält, d.h. er ist “bedingt” immergrün. Liguster wächst aufrecht und sehr dicht. Deshalb bilden Hecken aus dieser Strauchpflanze einen hervorragenden Sichtschutz. Außerdem sind sie als Umzäunungen oder Abgrenzungen hervorragend geeignet.
Pflege einer Ligusterhecke
Liguster stellt an den Gartenboden keine besonderen Ansprüche. Er wächst sowohl an sonnigen Standorten als auch im Halbschatten. Der Jahreszuwachs einer Ligusterhecke beträgt ungefähr 40 Zentimeter. Ältere Hecken können durchaus eine Höhe von 3 m erreichen. Im Sommer blüht die Ligusterhecke. Die gelb-weißen Blütenrispen sehen sogar recht hübsch aus. Im Herbst bildet sie dann kleine schwarze Früchte, die Vögeln und anderen Tieren im Winter als Nahrung dienen. Durch regelmäßigen Schnitt in relativ kurzen Abständen kann es jedoch passieren, dass die Blüte und das Ausbilden der Früchte auch einmal ausbleiben. Liguster kann bis in das alte Holz zurückgeschnitten werden, ohne Schaden zu nehmen. Im Gegenteil, er wird umso üppiger wieder neu austreiben. Sehr junge Pflanzen können ruhig zwei bis drei Mal im Jahr geschnitten werden. Die Hecke wird dann besonders schnell dicht.
Liguster selbst ziehen
Wer Freude am Experimentieren hat, sollte es ruhig einmal versuchen. Liguster wird mittels so genannter Steckhölzer vermehrt. Man schneidet etwa 20 cm lange Jahrestriebe und entfernt sämtliche Blätter. Entweder im Frühjahr oder im Herbst werden diese an Ort und Stelle in den Boden gesteckt. Es sollen nur noch die zwei obersten Knospen zu sehen sein, dann ist die Pflanztiefe richtig. Die jungen Pflanzen müssen regelmäßig gegossen werden. Dann heißte es: Etwas Geduld! Es dauert ca. 3 Jahre, bis man von einer kleinen Ligusterhecke sprechen kann. Dann nämlich sind die Pflanzen so weit gewachsen, dass sie einen ersten Schnitt und vorsichtiges Düngen vertragen.
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